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Künstlerische Ausstattung der Kirche

von Julius Wenzler (aus der Festschrift zum 300-jährigen Jubiläum 2009)

Neoklassizistische Westfassade
Portal mit Schutzmantelmadonna
Altarraum mit Hochaltar
Orgel und Stuckdecke ("Balgheimer Himmel")
Chorgestühl aus dem Jahr 1875
Volksaltar von der Renovierung 1977/78

In der alten Sakristei steht eine Kreuzigungsdarstellung aus gotischer Zeit. Das Kreuz ist etwa 80 cm groß. Maria und Johannes messen 40 cm. Es sind fein gearbeitete Holzplastiken mit großer Ausdruckskraft.

Der Taufstein ist nach seiner Stilart bei der Renovierung im Jahr 1875 angeschafft worden, also neugotisch, ebenso stammen die Engel der alten Kommunionsbank aus dieser Zeit. In der Kapelle steht auch die Mutter Gottes, die früher von den großen noch nicht verheirateten Jungfrauen in der Fronleichnamsprozession getragen wurde. Diese ist sicher um 1880 entstanden. Der Karfreitags-Heiland hat dort ebenfalls seinen Platz gefunden.

Die Monstranz und Kelche sowie das Wetterkreuz sind naturgemäß im Panzerschrank der Sakristei aufbewahrt. Zum Teil stammen diese Gegenstände aus Augsburg. lm Jahr 1731 wurden nämlich für insgesamt 800 Gulden „silberne Dinge" für die Kirche beschafft. Dazu gehören, das Ewige Licht, das Rauchfass und wahrscheinlich auch die Leuchter des Hochaltars.

Über dem Eingang der Taufkapelle, der alten Sakristei, hängt das sehenswerte Weihnachtsbild mit vergoldetem Barockrahmen.

Die Plastik des Auferstandenen sowie der Pelikan, die den Tabernakel krönen, sind ebenfalls gute Zeugnisse des Barock.

Die Figuren des hl. Josef und des hl. Nepomuk im Beichtraum links beeindrucken durch eine lebendige Gestaltung. Die gekrönte Maria mit dem Jesuskind wurde bei der Renovierung anno 1977 von einem Kunstsachverständigen auf die zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts geschätzt.

Darüber hinaus sind die anderen Plastiken in der Kirche zu erwähnen: die Mutter Anna mit der jungen Maria, der hl. Bonifatius, der hl. Wendelin, Petrus Canisius - alles Werke des Meisters Kuolt (1897).

Eine Besonderheit des Gotteshauses sind die in die Rückwand eingelassenen Epitaphe unter der Orgelempore. Sie erinnern an die in der Gruft beigesetzten adligen Frauen Maria Cleophe von Rost und deren Tochter Maria Johanna von Welschburg geb. von Rost. Es sind Mutter und Tochter gestorben 1756 bzw. 1757. Die Erinnerungstafel der Frau Maria Josepha Schmidlin von Löwenfeld gehört deren Hofdame. Über ihr Grab ist nichts bekannt.

Die Oberamtsbeschreibung von 1876 nennt als Besonderheit noch, dass an der nördlichen Kirchhofmauer ein Ölberg stehe, der aber seiner Figuren beraubt sei. Bei der Renovation um 1900 wurde die Kirchhofmauer nördlich der Kirche abgetragen und damit auch der Ölberg.

 

http://www.se-am-dreifaltigkeitsberg.de/