| Taufe von Lina Würtz |
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| Taufe von Jannis Gölz |
Der Kirchengemeinderat (KGR) rief in seiner Sitzung vom 16.01.2002 einen neuen Sachausschuss mit dem Arbeitsschwerpunkt „Bewahrung der Schöpfung“ ins Leben.
Am 16. Mai 2002 fand dann die konstituierende Sitzung statt. Der Initiator Hermann Polzer wurde zum ersten Sprecher gewählt. Neben ihm waren noch bis heute die Gründungsmitglieder Thomas Blessing und Elisabeth Hurlebusch (seit vielen Jahren als Sprecherin) sowie in jüngster Zeit auch Annika Henne mit dabei.
Mit einer sehr rührigen Anfangsphase wurden viele Projekte angestoßen und einige auch verwirklicht. Seit 2002 gestaltete der Ausschuss die Erntedankgottesdienste in der Gemeinde. Viele spannende Themen und ansprechende Dialogpredigten sind vielen Gemeindemitgliedern sicherlich noch in Erinnerung. Der Dank für die Ernte und der Grundgedanke der Bewahrung der Schöpfung wurde mit unterschiedlichen Schwerpunkten so immer wieder neu erarbeitet. Umweltleitlinien für die Gemeinde, ein Mülltrennungssystem im Edith-Stein-Haus, die Umsetzung der gesplitteten Abwasserberechnung für kirchliche Grundstücke, die PV-Anlage auf dem Gerätehaus der Hofener Kirche, die Zertifizierung und Revalidierung nach EMAS gehörten zu diesen Aktivitäten.
Der Ausschuss legte immer Wert darauf, nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit hochgekrempelten Ärmeln praktische und umsetzbare Impulse zu geben. So gab es über die Jahre auch Vorträge, Themenabende und Mitwirkung bei der Firmvorbereitung.
Als äußere Zeichen der Anerkennung erhielt der Ausschuss sowohl einen zweiten Platz beim Aesculap-Umweltpreis (2005) als auch feierliche Zertifizierungen und Rezertifizierung für das Umweltmanagement der Kirchengemeinde.
In den letzten Jahren war es ruhiger im Ausschuss geworden. Dies ist etwas paradox, weil das Thema Klimawandel und auch das Stichwort „Bewahrung der Schöpfung“ in der Mitte der Gesellschaft und in der Politik angekommen sind. Vielen ist klar, dass der Klimawandel das Jahrhundertthema ist und dass wir in einer Zeitenwende leben. Das Fenster für die Verhinderung der schlimmsten Klimaveränderungen mit all ihren globalen Folgen schließt sich rasant. Die bisherigen Hitzeperioden in diesem Jahr sprechen eine deutliche Sprache.
Der Ausschuss beendete nun im Juli mit seinen noch vier Mitgliedern die Ausschussarbeit. Im Rückblick fasste der Ausschuss zusammen: „Wir haben einiges bewegt und das Thema bleibt innerhalb von Kirche und Gesellschaft wichtig.“ Der Ausschuss hofft, dass auf allen Entscheidungsebenen auch innerhalb der Kirche hier Einsicht und Veränderungsbereitschaft weiter wachsen. Papst Franziskus hat in seiner so wichtigen Enzyklika „Laudato Si“ immer wieder betont, dass wir die Verantwortung für das „gemeinsame Haus“ Erde alle tragen und teilen müssen. Die Mitglieder des aufgelösten Ausschusses sind weiterhin an anderen Stellen in der Kirchengemeinde aktiv.
Bild im Pfarrgarten vom letzten Treffen des Ausschuss Bewahrung der Schöpfung