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#KircheZuhause - ein Angehot für Kinder und Jugendliche

Fünfter Sonntag der Osterzeit (10. Mai - Muttertag)

Muttertag, das ist doch dieser eine Sonntag im Jahr, an dem die Kinder den Frühstückstisch decken, eventuell noch mit Papas Geld einen Blumenstrauß kaufen und spätestens um 10 Uhr morgens vergessen haben, dass sie Mama heute einen schönen Tag bereiten wollen, oder?

Oder?? - Was meinst du, was verbindest du mit dem Muttertag, was ist an diesem Tag anders? Und wirkt er sich auch auf die anderen Tage im Jahr aus?

Oder anders gefragt: Was bedeutet deine Mutter (auch dein Vater) für dich, was tun sie für dich und wie reagierst du darauf? (Mal „Danke“ sagen oder so?)

Im heutigen Evangelium hören wir von Jesus: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen […] Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten.“

Wohnung steht hier für die Geborgenheit, Sicherheit, Liebe, Freude…, die uns jemand (in diesem Fall Gott) schenken will.

Genau das versuchen doch auch unsere Eltern. Das klappt nicht immer 100%. Aber ohne all das, hätten wir keinen guten Start ins Leben. Und wenn wir von unseren Eltern nicht Geborgenheit, Sicherheit, Liebe, Freude, … erfahren würden, könnten wir auch nicht an einen Gott glauben, der uns all das schenken will. Also jeden Tag ein bisschen „Muttertag“ wäre nicht schlecht: „Danke für alles“ oder so ähnlich!!

Vierter Sonntag der Osterzeit - Guthirtensonntag (3. Mai)

Hör auf die Stimme

Alles ganz klar: Stimme = innere Stimme = Bauchgefühl = dann macht man schon mal alles richtig. Doch so einfach geht es meist nicht. Jetzt erst mal langsam: Da singen EFF  (Felix Jaehn und Mark Forster) in dem Song „Stimme“ von Kreuzungen im Leben. Die gibt es reichlich. Jede stellt einen vor Entscheidungen. Und jedes Mal danach die Frage: Was wäre, wenn ich den andern Weg gewählt hätte? Doch da, wo guter Rat teuer ist, wo’s echt schlecht läuft, war da nicht auch immer diese Stimme? Eine Stimme, die dir hilft? Genau das will uns Jesus auch sagen: Auf seine Stimme hören und seiner Spur folgen: darauf kommt es an. Lies mal das Evangelium zu diesem Sonntag Joh 10,1-10

Und schau Dir den Clip zu „Stimme“ von EFF an: https://www.youtube.com/watch?v=QRs33vbhyvA

Da geht ein junger Mann, der von seiner inneren Stimme durch die Straßen geführt wird. Da gibt’s immer wieder kleine Zeichen: ein Kreuz, ein Mann, der wie Jesus aussieht, eine Plakatwand mit einem Herz aus zwei Händen geformt: „I’m here“ - Ich bin da!

Bei allem, was gerade so schwierig ist und wo’s täglich auch Entscheidungen zu treffen gibt. Denk dran: Ich bin da. Ich bin deine innere Stimme. Das hat uns Jesus versprochen.

Dritter Sonntag der Osterzeit (26. April)

Diesen Sonntag hab ich etwas für unsere Mathefreunde: was ist das für eine Zahl?

Es ist eine natürliche Zahl, sie ist ungerade und sie schreibt sich römisch so: CLIII. Ihre Teiler sind 3,9,17 und 51. Sie ist eine Dreieckszahl zur Basis 17. Male 17 Kästchen nebeneinander und fülle dann nach oben zum Dreieck auf. Wenn Du dann die Kästchen zählst, kennst Du die Zahl. Du kannst sie aber auch ausrechnen: (3x50 + 3)=? Evagrius Ponticus legte diese Zahl so aus: 100 = Quadrat, 28 = Dreieck und 25 = Kugel. Das würde bedeuten, dass in dieser Zahl alle Gegensätze der Welt zusammenfallen, dass alles eins wird. Das, was sich widerstreitet, was wir nicht zusammenbringen, das kommt zur Einheit. Hieronymus und die damaligen Zoologen meinten, dass im See von Tiberias so viele Fischarten entsprechend dieser Zahl lebten. Die gesuchte Zahl bedeutet also „Alles“ (an Fisch), die ganze Fülle.

Und? Kennst Du die Zahl? Die Lösung findest Du hier: Evangelium nach Johannes Kapitel 21 Verse 1-14. Musste mal lesen! https://www.bibleserver.com/EU/Johannes21%2C1-14

Zweiter Sonntag der Osterzeit - Weißer Sonntag (19. April)

Bild: Cornelia Haas, Erstkommunion-Aktion 2012, www.bonifatiuswerk.de
In: Pfarrbriefservice.de

 

Das Evangelium vom 2.Ostersonntag erzählt vom „ungläubigen“ Thomas, der nicht so recht an den auferstandenen Jesus glauben kann und deshalb zuerst seine Wundmale sehen möchte.

„Ungläubig“ gefällt mir nicht so gut, ich finde „zweifelnd“ oder „kritisch denkend“ besser. Diese beide Eigenschaften, Zweifel und kritisches Denken, gehören zu unserem Glauben dazu. Sie bewahren uns davor einfach alles für wahr zu halten, was uns jemand sagt, sie bewahren uns vor religiösem Fundamentalismus und helfen uns in der heutigen Zeit „fake news“ von Tatsachen zu unterscheiden. Das setzt voraus, dass wir den Dingen auf den Grund gehen, uns informieren, hinter das Vordergründige schauen, bereit sind immer Neues dazu zu lernen, Dinge ausprobieren und unsere Welt zu erforschen, etwas selbst in die Hand nehmen, den Mut aufbringen falsche Behauptungen beim Namen zu nennen… ganz so wie Thomas das tut.

Unser Glaube ist nicht unvernünftig, selbst die größte Hoffnung unseres Glaubens nicht, dass Gott den Tod besiegt hat und wir uns deshalb nicht zu fürchten brauchen.

 

Ostermontag (13. April)

Ostermontag und die Emmausgeschichte

Nach der Kreuzigung und dem Tod Jesu sind zwei Jünger auf der Flucht: „Nur weg! Alles, worauf wir unsere Hoffnung gesetzt hatten, ist am Kreuz gestorben. Ende! Aus! Schluss! Es gibt keine Hoffnung mehr, alles macht keinen Sinn mehr!“

In jedem Leben gibt es diese Tiefs, die Emmauserfahrungen. Dann die Frage: Wo ist da Gott?

Nun ist die Emmausgeschichte damit nicht zu Ende. Es kommt ein Dritter hinzu. Er hört ihnen zu. Die Trauer verschließt ihnen die Augen, sodass sie ihn nicht erkennen.

Da sind wir wieder bei uns: Wenn wir in einer tiefen Krise stecken, fehlt uns auch der Blick fürs Erkennen.

Und nun redet dieser Dritte in der Emmausgeschichte mit den beiden, erklärt ihnen, dass der Messias all das erleiden muss, damit die Menschen glauben, dass Gott kein ferner Gott ist, sondern uns Menschen ganz nah, dass er mit uns leidet, dass er Sym-Pathie (Mit-Leid) mit uns hat. Doch die beiden Jünger verstehen immer noch nicht. Irgend ein Rest an Hoffnung ist wohl dennoch in ihnen und sie bitten ihn: „Bleib doch bei uns, denn es bald Abend, und der Tag hat sich geneigt.“

Jesus geht mit hinein und er teilt das Brot mit ihnen - da erkennen sie ihn und es ihnen gehen die Augen auf.

Auch wir dürfen diese Erfahrung immer wieder machen, wenn er sich im Brot des Lebens, in der Eucharistie uns verschenkt, wenn wir spüren: Er ist mitten unter uns! Und das geschieht auch im Alltäglichen, dass er uns da die Augen öffnet, in den einfachen Gesten des Miteinanders, in den Menschen, die um uns sind. Das ist das größte Wunder, dass er mitten unter uns ist.

Ostersonntag (12. April)

Warum weinst Du?
Weil Du jemanden vermisst?
Weil plötzlich alles anders ist als Du es gedacht hattest?
Warum weinst Du?
Weil Du etwas suchst und es nicht findest?
Weil Du etwas verloren hast?
Warum weinst Du?
Weil Du Dich einsam fühlst?
Weil Du Dich verabschieden musstest?
Warum weinst Du?
Weil Du Dich getäuscht hast?
Weil Du Dich verraten fühlst?

Jesus sagte zu ihr: Maria!
Da wandte sie sich um und sagte: Meister!
Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.
Maria von Mágdala kam zu den Jüngern und verkündete ihnen:
Ich habe den Herrn gesehen.
Er lebt!
(Joh 20,11-18)

Er nennt Deinen Namen.
Du drehst Dich um,
Du veränderst Deinen Blick,
Du hälst Dich nicht am Grab fest,
Du hälst Dich nicht an Deinen Tränen fest,
sondern schaust ihn an und da ist er,
Er lebt!

Schau das rote Kreuz auf dem Bild 30 Sekunden lang an. Mach dann die Augen zu, was siehst Du? (Alternative: Schau auf eine weiße Wand.)

Osternacht (11. April)

In eine dunkle Kirche zieht das Licht der Osterkerze ein. An drei Stellen hält sie kurz an und wird besungen: „Christus, das Licht!“ „Dank sei Gott.“ Das Licht wird geteilt, bis jede*r das Licht an der eigenen Kerze vor sich hat. Wenn das Licht der Osterkerze sich in die Runde verteilt, so verliert es nichts von der Kraft seines Glanzes. Wir bitten Gott darum: die Kerze leuchte jetzt, um in dieser Nacht das Dunkel zu vertreiben. Denn jetzt ist es nicht mehr dunkel! Das Licht war stärker, wärmer, lieblicher, größer, weiter, heller,… die Liebe und die Hoffnung waren stärker als der Tod, als die Angst.

Das erinnert mich an einen Liedtext:
„Endlich sehe ich das Licht. Und die Schatten ziehen vorüber. Endlich sehe ich das Licht. Und die Dunkelheit vergeht. Es ist wahr und traumhaft schön. Und die Welt hat sich verändert“ https://www.youtube.com/watch?v=rCARbOweuFY

Nach ihrer langen, einsamen, dunklen Zeit im Turm, hat Rapunzel endlich die Möglichkeit ihre „Sterne“ zu sehen. Doch jeder Stern ist in Wahrheit das Licht von einem Menschen und die vielen Lichter zusammen erhellen die Nacht. Mit diesem Licht haben wir keine Angst mehr und können uns wieder neu anschauen: „Was ich seh, bist du“.

Jesus ist für uns dieses Licht geworden, das die Welt verändert, das uns ein Zuhause und Geborgenheit bietet, es ist wahr und traumhaft schön.

Christus ist erstanden! Er ist wahrhaft auferstanden! Frohe und gesegnete Ostern!

(Die Osterkerze brennt in der Kirche und es gibt kleine Osterkerzen zum Mitnehmen)

Karfreitag (10. April)

Karfreitag - Gedanken zum Kreuzweg

Die Legende von Veronika erzählt: Eine Frau steht am Wegesrand, als Jesus das Kreuz nach Golgotha trägt. Sie reicht ihm ein Tuch, damit er sich den Schweiß vom Gesicht wischen kann.
„Kann Mal jemand helfen?“
Eine/r fasst mit an, statt einfach weiterzugehen. Schnelle Hilfe, ganz selbstverständlich.

Viele Menschen haben zugesehen, als Jesus die schwere Last auf sich nahm. Veronikas Aufmerksamkeit aber unterbricht den Leidensweg Jesu. Eine liebevolle Tat, wohltuend und tröstlich. So wie das Taschentuch, das mir jemand wortlos reicht, wenn ich nicht aufhören kann zu weinen. Eine kleine Geste nur - sie nimmt nicht die Trauer, aber das Gefühl der Verlassenheit in meinem Schmerz.
„Kann Mal jemand helfen?“
Eine/r hat die Bitte nicht überhört. Ein Zeichen der Achtsamkeit, das den Alltag für einen Augenblick heller macht.

 

Gebet:
Gott, wir rufen zu dir.
Geh mit auf unseren Wegen.
Öffne unsere Augen, wo Hilfe nötig ist.
Sei bei denen, die Trost brauchen.
Bleibe bei uns, Herr.
Amen.

Gründonnerstag (9. April)

Jesus feiert mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl

Essen ist für uns Menschen in vielerlei Hinsicht von Bedeutung. Zum einen brauchen wir Nahrung, damit unser Körper die notwendige Kraft erhält. Und Essen ist Gemeinschaft! Das ist uns oft vielleicht gar nicht bewusst, aber ich habe es oft erlebt, dass in Gemeinschaft mit anderen, mit den Gesprächen und einem freundlichen Lächeln das Essen viel besser schmeckt.

In den letzten Wochen ist immer wieder die Rede davon, sich lange und gründlich die Hände zu waschen. Das ist für uns vor dem Essen auch ganz selbstverständlich. Zur Zeit Jesu war es üblich, dass auch die Füße vor dem Essen gewaschen wurden. Das war Aufgabe der Diener, keine so angenehme Arbeit. Das Waschen der Füße hatte zwei Gründe: Die Menschen trugen Sandalen und die Straßen waren staubig. Zudem sind sie zu Tisch gelegen, also waren die Füße des einen auch nah beim Gesicht des anderen.

Als nun Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl feiert, wäscht er ihnen die Füße. Er wollte vor seinem Tod seinen Jüngern nochmals mit diesem äußerst starken Beispiel zeigen, was es heißt, für andere da zu sein. So hat Jesus sein Leben und seinen Tod verstanden. Er hat für uns gelebt und ist für uns gestorben. Er wollte ganz für uns da sein.

Und nun möchten wir Euch zu einer Foto-Challenge ermutigen: Sei es hier in der WhatsApp-Gruppe oder per Email an mich. Stellt doch diese Szene vom letzten Abendmahl einmal zuhause mit Eurer Familie nach: Ihr liegt zu Tisch wie Jesus mit seinen Jüngern oder einer von Euch wäscht den anderen die Füße. Und dann macht ein Bild davon! Im nächsten Kirche aktuell würde ich die schönsten Bilder abdrucken. Es gibt auch einen kleinen Preis für die Eure Bilder.

6. Fastensonntag - Palmsonntag (5. April)

Hört Euch zunächst einmal diese MP3 an. Wir hoffen, wir haben Euch mit dem Lied „Jesus zieht in Jerusalem ein“ nicht erschreckt.

Palmsonntag! Jahr für Jahr erinnern wir uns daran, wie Jesus von den Menschen zunächst bejubelt wurde, wie sie ihn als ihren König feierten. Doch das hat die Mächtigen damals gestört. Also musste Jesus weg, weil er mit seiner Macht der Liebe ihre Macht des Herrschens über andere in Gefahr brachte. Also wehrt sich die Macht der bestehenden Herrschaft. Jesus feiert noch mit seinen Jüngern letztes Abendmahl, er wird verraten und verurteilt. Aus dem Jubel des Palmsonntags wird ein „Kreuzige ihn!“

Palmsonntag ist ein schönes Fest. Doch dieses Jahr können wir das so nicht feiern: Der Beginn des Gottesdienstes im Freien, die Segnung der Palmzweige und die Prozession zur Kirche.

Unsere Anregung für Palmsonntag: Diesen Tag feiern lässt uns auch immer wieder achtsam werden, wo wir dieser Macht der Liebe Jesu zwar zujubeln, aber schnell auch wieder die Macht des Herrschens über andere leben.

P.S.: In all unseren Kirchen sind ab dem Palmsonntag gesegnete Palmzweige. Man steckt sie etwa hinters Kreuz und sie erinnern und das ganze Jahr daran: Jesus ist unser König! Hosianna!

5. Fastensonntag (29. März)

Gib Frieden!

„Was ist das für einer?“ „Wie läuft die denn rum?“ „Warum soll ich mich um andere kümmern?“ „Was geht mich der Krieg in Syrien an?“- Unfrieden erlebst Du jeden Tag: in der Schule, in der Familie, mit Freunden, in den Nachrichten…; Stress, Mobbing, Ego, Neid, Gier, Einfach Cool-sein-wollen, Ausgrenzung… - die Ursachen für Unfrieden sind vielfältig. Also „Frieden“ - wie geht das denn? Fang doch einfach bei Dir an - in Deinem Kopf, in Deinem Denken über andere, in Deinem Umgang mit anderen - dann gibst Du Frieden, so wie es sich die diesjährige Fastenaktion des Hilfswerks Misereor zum Motto gemacht hat. „Frieden geht“ - einer ist dafür bis ans Kreuz gegangen - soweit musst du gar nicht gehn!

4. Fastensonntag (22. März)

Hallo, wir sind es, Du kennst uns aus der Kirche, Pfr. Aubele, Thomas Blessing und Juliane Avcu. Schade, dass wir uns gerade nicht in der Kirche treffen können. Darum haben wir gedacht wir treffen uns per Email / WhatsApp / Facebook. Das ist zwar irgendwie anders, aber auch gut.

Am Sonntag feiern wir „Laetare“, das heißt „Freu Dich!“. Hä? Und worüber? Mmmhh… mal überlegen… über die Knospen und Blüten, Sonnenschein, dass es langsam wärmer wird, über gutes Essen, gute Musik, gute Witze, … oder vielleicht auch einfach so lachen und sich freuen. Die Christ*innen freuen sich am Sonntag, weil Jesus für sie das Licht in der Welt ist, also ein Funke Hoffnung oder besser gesagt jemand, der einen tröstet. Weil Jesus sie tröstet, freuen sie sich.

Und worüber freust Du Dich? #KircheZuhause

 

 

https://www.se-am-dreifaltigkeitsberg.de/