Was in der Erzdiözese schon umgesetzt wurde, soll im Bistum Rottenburg-Stuttgart in abgeschwächter Form ebenfalls kommen: Aufgrund von Personalmangel, weniger Kirchenmitglieder und deutlich zurückgehender Finanzmittel werden bis 2030 Pfarrgemeinden zusammengelegt. Dabei sind die Kirchengemeinderäte aufgefordert, mit zu überlegen, wie das vor Ort umgesetzt werden kann.
Für das Dekanat Tuttlingen-Spaichingen haben die Räte nach intensiver Diskussion gemeinsam mit der Dekanatsleitung den Vorschlag gemacht, aus den bisher 31 Kirchengemeinden des Dekanats drei neue Pfarrgemeinden zu bilden. Dieser Vorschlag liegt der Bistumsleitung vor und wird in den kommenden Monaten bewertet, bevor Ende November die endgültige Entscheidung verkündet werden wird.
Für die Seelsorgeeinheit „Am Dreifaltigkeitsberg“ würde eine Umsetzung des Vorschlags ein Zusammengehen mit der Seelsorgeeinheit „Klippeneck-Primtal“ (mit den Kirchengemeinden Aixheim, Aldingen, Denkingen und Frittlingen) sowie der Seelsorgeeinheit „Trossingen“ (mit den Kirchengemeinden Durchhausen, Gunningen und Trossingen) bedeuten. Pfarrsitz wäre Spaichingen, wenn dieser Vorschlag angenommen würde.
Dies ist aber noch nicht abschließend geklärt – die Entscheidung liegt beim Diözesanrat und bei Bischof Dr. Klaus Krämer. Vieles ist zu bedenken! Am Schwersten wiegt sicherlich, dass in allen drei Seelsorgeeinheiten Stellen nicht besetzt sind. Und natürlich wird ein Zusammengehen viel Arbeit und guten Willen bei allen Beteiligten erfordern. Ganz ohne Reibungsverluste wird es nicht gehen. Doch hoffe und wünsche ich, dass alles, was kommt, sachlich, menschlich und im christlichen Miteinander geschehen wird.
Pfarrer Sebastian Tanneberger